Kita - Ja oder Nein?

Vom Nutzen und Schaden der Kita


Klare Ansage: Für das Kind ist es am besten, wenn es bis etwa zum Ende des dritten Lebensjahres von den Eltern betreut wird. Nach dem dritten Lebensjahr ist ein guter Kindergarten (zunächst halbtags) empfehlenswert.

Diese Auffassung ist nicht ideologisch begründet und sie ist natürlich auch keine Glaubensfrage. Sondern sie ist das Ergebnis vielfältiger und langer Erfahrung und Praxis. Und sie ist durch wissenschaftliche Forschungen eindrucksvoll belegt. Dazu nachstehend ein paar aktuelle Stimmen:


Brisch, Karl-Heinz

 

Prof. Dr. med. Karl-Heinz Brisch, Universität München

Facharzt für Kinder und Jugendspychiatrie und Psychotherapie

Siehe auch: www.khbrisch.de

Das Wichtigste: eine sichere Bindung von Anfang an

Die Entwicklung einer sicheren Bindung zwischen Eltern und Kind ist eine großartige Grundlage
für eine gesunde körperliche, psychische und soziale Entwicklung eines Kindes.

Wir sollten daher alle Anstrengungen unternehmen, Eltern und Kinder in ihren ganz frühen
Entwicklungsphasen so gut zu unterstützen,
dass dieser wichtige Entwicklungsschritt
bestmöglich gelingen kann. Karl Heinz Brisch

Die Entwicklung einer sicheren Bindung zwischen Eltern und Kind ist eine großartige Grundlage
für eine gesunde körperliche, psychische und soziale Entwicklung eines Kindes.

Wir sollten daher alle Anstrengungen unternehmen, Eltern und Kinder in ihren ganz frühen
Entwicklungsphasen so gut zu unterstützen,
dass dieser wichtige Entwicklungsschritt
bestmöglich gelingen kann. Karl Heinz Brisch

Prof. Dr. Brisch, einer der renommiertesten Bindungsforscher Deutschlnds betont, wie wichtig es ist, dass die Kinder in den ersten Lebensjahren eine sichere und enge Bindung zu ihren Eltern aufbauern können. Fremdbetreuung, insbesondere in Krippen, sei deshalb kritisch zu beurteilen.

 

In Schweden etwa sei die Krippe für Kinder unter einem Jahr verboten. Krippen seien nicht per se schlecht. Aber für eine gute Krippe sei ein Betreuungsschlüssel von 1 : 2 erforderlich, 1 : 3 sei auch noch akzeptabel. Aber wenn heute  6 oder manchmal auch mehr Kleinstkinder auf eine Erzieherin kommen, seien das deprivatorische Bedingungen, staatlich organisiert.

Quelle: Jürgen Liminski in: Die Tagespost vom 4. Oktober 2018.

Download
Liminski, Tönerne Füße, Tagespost 2018-1
Adobe Acrobat Dokument 129.5 KB


Maaz, Hans-Joachim

Jg. 1942, Psychotherapeut und 28 Jahre lang Chefarzt einer psychosomatischen Klinik in Halle

(zum Vergrößern bitte klicken)

Kitas schaden Kindern

Interview in den PNN am 16. 12. 2017 (zu Vergrößern bitte klicken):



Biddulph, Steve

Kinderpsychologe, lebt in Australien

Autor u. a. des Weltbestsellers "Das Geheimnis glücklicher Kinder"

"Tagesmutter und Kinderkrippe erleichtern zwar oftmals den Elternalltag, doch gerade in den ersten drei Lebensjahren brauchen Kinder intensive elterliche Zuwendung, um sich zu selbstbewussten und glücklichen Menschen entwickeln zu können."

 

In seinem Buch "Wer erzieht Ihr Kind? Kinderbetreuung - eine wichtige Entscheidung" erklärt Biddulph, warum Stabilität und Kontinuität für Kleinkinder so wichtig sind, und hilft Vätern und Müttern, die Betreuungsfrage zum Wohle der Kleinsten zu entscheiden.

 

Ein sehr empfehlenswertes Buch, flott geschrieben, reizend bebildert, gut gegliedert und leicht zu lesen!

Das 2005 im Heyne-Verlag erschienene Buch ist in Deutschland z. Z. leider nur antiquarisch zu erhalten, z. B. über "Zentrales Verzeichnis antiquarischer Bücher" https://www.zvab.com, für ca. 6,95 € plus Versandkosten.



Nationales Institut für Kindergesundheit und menschliche Entwicklung (Englische Abkürzung: NICHD), Washington

Vom NICHD stammen bahnbrechende Studien zur Fremdbetreuung von Kindern. Ab 1991 wurden dort über 1000 Neugeborene begleitet und daraufhin untersucht, wie sich Fremdbetreuung auswirkt.

 

Einzelnachweiswe finden sich ua bei Biddulph.

In einem ist die große Mehrheit der Experten einig: Das Risiko chronischen Stresses und sozialer oder emotionaler Auffälligkeiten steigt, je mehr Kinder sich eine Bezugsperson teilen müssen, je größer die Kita-Gruppe, je jünger die Kinder und je mehr Zeit sie dort verbringen. Als Beleg dient ua die weltweit größte Langzeitstudie vom Washingtoner Nationalen Institut für Kindergesundheit und menschliche Entwicklung (NICHD). Ergebnis: Noch als 15-Jährige waren die Ex-Kita-Kinder signifikant verhaltensauffällig (sie beschädigten Sachen, logen, stritten und prahlten öfter). Später warnte ein Dutzend weiterer Untersuchungen, bei Kita-Kindern drohe das Stresshormon Cortisol in schädlichem Maße und gefährlicher Dauer ausgeschüttet zu werden. Dieses Hormon könne die Nervenzellen schädigen, die die soziale und emotionale Entwicklung steuern. Deshalb drohe das seelische Wohlbefinden zumindest mancher Kinder dauerhaft gesenkt zu werden.



Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB)

Welche Vorstellungen über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bestehen; Ergebnis einer Befragung von rund 6.500 Frauen und 5.600 Männern durch das IAB, veröffentlicht in IAB-Kurzbericht 10/2017.

 

"Frauen zwischen 18 und 60 Jahren sind im Durchschnitt der Meinung, dass eine Mutter drei Jahre und zwei Monate nach der Geburt ihres Kindes wieder in Teilzeit erwerbstätig sein kann. Eine Vollzeiterwerbstätigkeit können Mütter den Befragungsergebnissen zufolge aufnehmen, wenn das Kind sieben Jahre alt ist."

 

Das ist das erstaunliche Ergebnis der jüngsten Elternbefragung des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.

Quelle: (http://doku.iab.de/kurzber/2017/kb1017.pdf)

 



Die Kita-Falle

 

 

Eine knappe (dreiseitige) Übersicht über die vorherrschende wissenschaftliche Meinung zu den Risiken und Nebenwirkungen der Fremdbetreuung in Kitas findet sich in dem nachstenden Text:

Download
Risiko Kinderkrippe.doc
Microsoft Word Dokument 38.5 KB

Quelle: "Verantwortung für die Familie e. V.". Dort gibt es den Text auch als Faltblatt.




Frühkindlicher Stress in der Fremdbetreuung - und seine langfristigen Folgen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dr. Erika Butzmann

Auch die "Stiftung für Kinder" warnt:  Fremdbetreuung bedeutet Stress für die Kinder, insbesondere die Kleinsten.  Die Lanzeitfolgen sind oft dramatisch, wie in jüngster Zeit immer häufiger und eindringlicher in wissenschaftlichen Studien dargestellt wird. Dabei ist die Forschung erst am Anfang. Weitere Informationen unter  www.fuerkinder.org.

 

Hier finden Sie ua auch einen Beitrag von Dr. Erika Butzmann über die Risiken der Fremdbetreuung in Krippen.

 




Ist die Krippe wichtig für die Sprachentwicklung?

Auch für die Sprachentwicklung ist die Krippe frühestens ab ca. 3 Jahren förderlich (Ausnahmen gelten für Kinder aus prekären Verhältnissen). Mehr dazu unter

Download
Krippe und Sprachentwicklung.doc
Microsoft Word Dokument 25.5 KB


Christa Mewes

 

 

 

 

 

 

 

     

 

 

Christa Mewes, Jg. 1925, Kinder- und Jugendpsychotherapeutin, seit 1996 Vorsitzende des Vereins "Verantwortung für die Familie e. V.".

Was die Wissenschaft in den letzten Jahren immer klarer bestätigt hat, hat Christa Mewes seit Jahrzehnten gelehrt, ja gepredigt. Aus ihren vielen Veröffentlichungen sei hier nur hingewiesen auf ihr Buch:

Geheimnis Gehirn -

Warum Kollektiverziehung und andere Unnatürlichkeiten für Kleinkinder schädlich sind 

Paperback, 352 Seiten
ISBN: 978-3-935197-38-0

mehr zum Buch


Christa Meves gibt uns eine äußerst interessante Richtschnur mit auf den Weg, die uns zeigt, wann wir Mütter in welchem Umfang von unseren Kindern gebraucht werden …

Die Natur hat es so eingerichtet, dass Kinder sich aus der totalen Nähe schrittweise entfernen, um flügge zu werden. Wir ermutigen Sie , auf die Zeichen und Signale des Kindes zu achten und es nicht vorschnell aus dem Nest zu schubsen. Jedes Kind hat seinen eigenen Rhythmus, jedes Kind entwickelt sich individuell.


Welche Betreuung? Zu welcher Zeit?

Dazu gibt es viele gute Gedanken und Tipps auf der Internetseite der Chemnitzer Elterninitiative Nestbau e. V.



Orientierungshilfen für die Eltern

Verlag CIP-Medien, 29, - Euro

Der Mitte 2018 erschienene Sammelband geht von folgenden Ergebnissen der neuesten wissenschaftlichen und empirischen Erkenntnisse aus:

  • Kinder sollten im Idealfall erst mit 36 Monaten in die Krippe gegeben werden, frühestens aber mit 24 Monaten - also "Rot" für Krippen, die Kinder schon ab dem 6. oder 12. Monat nehmen. 
  • Die Aufenthaltsdauer in der Krippe sollte auf 4 (max. 5. Stunden) begrenzt sein - also "Rot" für Krippen, die bis 19.00 Uhr geöffnet sind und Kinder schon um 7.30 aufnehmen.

 

Download
Sulz u. a., Fazit.pdf
Adobe Acrobat Dokument 56.7 KB


Kita-frei

Immer mehr Eltern entscheiden sich für eine kitafreie Erziehung. Diese neue Generation Mütter will ihre Kinder wieder selbst betreuen.
Kinderbetreuung ist vorrangig eine Familienangelegenheit, lautet das Motto des Kitafrei-Trends der Eltern, die ihren Kindern eine sichere Bindung und ein starkes Selbstvertrauen vermitteln möchten.
Diesen Eltern geht es um Wahlfreiheit. Sie möchten kitafrei lben,
um ihre Kinder individuell zu fördern und mehr Zeit miteinander verbringen zu können.

 

Mehr z. B. unter

https://www.stadtlandmama.de/content/kita-nicht-mit-uns-warum-wir-unsere-kinder-nicht-den-kindergarten-schicken

 

http://www.kleinermensch.net/warum-wir-kitafrei-leben-wollen/



Pro Kita

Wie oben bereits gesagt, gibt es auch wissenschaftliche Stimmen, die den frühen Kita-Besuch eher positiv sehen. Eine Übersicht finden Sie unter: https://www.huffingtonpost.de/2017/05/08/das-passiert-mit-kindern-die-frueh-in-die-kita-kommen_n_16488224.html. Aber lassen Sie sich nicht von angeblich objektiven Stimmen aus der Wirtschaft oder von wirtschaftsnahen Instituten wie der Bertelsmann-Stiftung täuschen: Sie fordern den Krippenausbau nicht zum Wohle der Kinder, sondern weil sie die jungen Frauen in ihrem leistungsfähigsten Alter für die Produktion haben wollen. Und noch gefährlicher sind die Ideologen, die die "Hoheit über den Kinderbetten" (Olaf Scholz, SPD) anstreben. Sie scheuen vor keiner Lüge zurück, so z. B. Vera Reiß (SPD), Staatssekretärin im Bildungsministerium Rheinland-Pfalz auf einer Veranstaltung der BusinessMoms in Mainz 2014: "Keine Mutter kann ihrem Kind das bieten, was eine Krippe bietet."

 

Die Wissenschaft nimmt Ihnen die Entscheidung also nicht ab. Letztlich muss sie mit dem Herzen getroffen werden. Eine schwere Entscheidung, bei der christliche Eltern nicht zuletzt auch bedenken werden, ob ihre Kinder in den örtlichen Betreuungseinrichtungen im christlichen Glauben aufwachsen können.