Was ist ein Waldkindergarten?

1. Was ist das Besondere am Waldkindergarten?

 

Die Kinder verbringen den größten Teil des Tages im Freien. Alle Aktivitäten finden draußen statt, mit Spielen ohne vorgefertigtes Spielmaterial.

 

 2. Warum gehen die Kinder in den Wald?

 

Spielen und Lernen im Freien ist gesund und natürlich. Durch den täglichen Aufenthalt an der frischen Luft können die Kinder die Natur im Wandel der Jahreszeiten erleben. Das Bewusstsein für ökologische Prozesse und deren Zusammenhänge wird geschult. Diese sind die Grundlage für das Erlernen von Natur bewahrendem Verhalten. Fern von einer reiz- und konsumüberfluteten Umgebung werden innere Kräfte besser wahrgenommen und erprobt. Die eigenen Bedürfnisse, Interessen und Grenzen werden von den Kindern entdeckt. Es werden Möglichkeiten geschaffen weite Räume erfahrbar zu machen, um sich selbst zu erleben, sich auszuprobieren und zu entwickeln. Dabei gehen die Kinder ihrem natürlichen Bewegungsdrang nach. In der Gemeinschaft sind die Kinder aufeinander angewiesen und lernen gegenseitige Rücksichtnahme. Sie erfahren Sicherheit und Geborgenheit in der Gruppe. Die Kinder entwickeln Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit. Sie werden angeregt, sich mit den Gegebenheiten im Wald auseinander zu setzen, diese als Herausforderung anzunehmen und nach eigenen Lösungsstrategien zu suchen. Ohne vorgefertigtes Spielmaterial wird die Kreativität der Kinder maximal gefördert. Die angeborene Abenteuerlust und kindliche Neugier sowie Intuition und Phantasie werden angesprochen und geweckt. Ebenso werden für die Kinder Momente der Stille erfahrbar gemacht. Durch freies Laufen und Springen, Balancieren und Klettern wird die Psychomotorik geschult, wodurch auch die Sprachentwicklung gefördert wird. Das Immunsystem wird durch mehrere Stunden Bewegung in der Sonne und an der frischen Luft gestärkt, der Kurzsichtigkeit wird vorgebeugt (die ansonsten ua durch langes Betrachten von Bildschirmen epedemisch wächst – siehe auch https://www.maria-am-see.com/lebenshilfe/ein-smartphone-für-mein-kind/).

 

3. Wie sehen die rechtlichen und organisatorischen Bedingungen aus?

 

Der Waldkindergarten unterstützt und ergänzt die familiäre Erziehung. Er richtet sich nach den Zielen des Brandenburgischen Kindergartengesetzes und führt zur Schulfähigkeit wie ein Regelkindergarten auch.

 

Geplant ist zunächst eine Gruppe von 18 Kindern. Sie wird von mindestens 2 Erzieherinnen betreut, die eine waldpädagogische Zusatzausbildung haben sollten.

 

Aufgenommen werden üblicherweise Kinder ab 3 Jahren.

 

Geplant ist zunächst Halbtagsbetreuung von ca. 8.00 bis ca. 13.00 Uhr.